Lasse Schöne ist zurück – und unsere Zusammenarbeit mit ihm auch. Wir haben mit Lasse darüber gesprochen, wie alles begann, warum unsere zweite gemeinsame Kollektion noch persönlicher ist und wie sein Interesse an Mode schon in seinem Kinderzimmer seinen Anfang nahm.
WIE ALLES BEGANN
Ja, eigentlich fing alles damit an, dass ihr mir ein paar Sachen nach Hause geschickt habt. Der Stil war nicht ganz meiner, und die Hemden waren nichts, was ich normalerweise tragen würde. Aber ich konnte natürlich die Qualität spüren und die Idee dahinter verstehen. Bei unserem ersten Treffen kamen wir dann zu dem Schluss, dass es toll wäre, gemeinsam etwas zu entwerfen.
Ihr habt gesagt, ich soll mein eigenes Ding machen. Wir würden es gemeinsam entwickeln, aber es durfte nichts sein, was ihr schon einmal gemacht hattet. Es sollte mein eigener Stil und mein eigenes Ding sein, und das fand ich richtig cool und spannend. Dieselbe Qualität, aber etwas mehr in Richtung Fashion. Wir haben uns vom ersten Treffen an unglaublich gut verstanden. Und jetzt sitzen wir hier, zwei Kollektionen später, und haben uns immer noch jede Menge zu erzählen.
“Wenn ich etwas entwerfe, muss es etwas sein, das ich selbst tragen würde. Nicht einfach nur mein Name auf einem Etikett.”
Der ganze Prozess war unglaublich. Ich habe viel über Kleidung und Materialien gelernt. Die Art, wie wir zusammengearbeitet haben, hat sich sehr nach Freunden und Familie angefühlt. Natürlich war es auch professionell, aber der gesamte Prozess war, um ein schönes dänisches Wort zu benutzen, einfach hyggelig.
Diese Kollektion passt noch besser zu mir als die erste. Nehmen wir zum Beispiel die Hosen, bei denen wir die Qualität noch einmal gesteigert haben. Ich habe mich von meinem eigenen Kleiderschrank inspirieren lassen, denn es müssen Sachen sein, die ich jeden Tag tragen kann. Hosen, die man sieben Tage die Woche tragen kann, weil sie einfach gut aussehen und gut sitzen. Sie kommen genauso schön aus der Waschmaschine, wie man sie hineingegeben hat.
“Diese Kollektion passt noch besser zu mir als die erste.”
Ja, eigentlich schon immer. Als ich jung war und weite Hosen tragen wollte, habe ich die Hosen meines Vaters genommen und den Gürtel festgezogen. Und im Hauswirtschaftsraum meiner Eltern habe ich eine Jeans mit etwas Wasser und Bleichmittel bearbeitet. Dadurch bekam sie diese weiße Farbe und die Muster an den Stellen, an denen ich den Stoff zusammengerafft hatte. Ich glaube, ich war zwölf oder dreizehn. Ich habe meine Kleidung so zurechtgeschnitten, wie ich sie haben wollte. Ich habe mich also schon ziemlich früh intensiv damit beschäftigt.
“Wenn es um Mode geht, habe ich immer das gemacht, was ich selbst cool fand.”
Ich habe mich nie besonders nach anderen gerichtet und lasse mich von allem Möglichen inspirieren. Ich bin viele Jahre Skateboard gefahren und finde die Kultur großartig. Davon steckte noch etwas in mir, als ich mit 16 hierhergezogen bin. Ich habe oft Kommentare bekommen, weil ich andere Kleidung getragen habe als die Jungs in der Umkleidekabine in den Niederlanden.
Dänemark hat viele tolle Modemarken, und auch bei Möbeln und Design sind wir stark. Vielleicht sind wir in Dänemark bei der Mode ein bisschen weiter als die Niederländer. Oder waren es zumindest.
Aber Amsterdam ist auch einfach eine Stadt mit unglaublich vielen verschiedenen Stilen. Du kannst sein, wer du bist, und alles ist möglich – egal, wie du aussiehst oder was du trägst. Das ist unglaublich cool. So viele Menschen tragen genau das, worauf sie Lust haben. Da bekommt man schon jede Menge Inspiration, wenn man einfach in einem Café sitzt und die Leute beobachtet.
“Du kannst sein, wer du bist, und alles ist möglich.”




























